Yogakurs im Yogastüble Lauterach, praktisch gelegen zwischen Bregenz und Dornbirn

Yoga

In den Yogasutren des Patanjali, einer Jahrtausende alten Schrift, wird Yoga als das zur Ruhe kommen der geistig seelischen Vorgänge definiert. Yoga ermöglicht es dem Praktizierenden, nach innen zu schauen, um sein wahres Selbst erkennen zu können. Yoga ist universell, d.h. für jedermann geeignet, egal ob Mann oder Frau, ob alt oder jung. Das wichtigste im Yoga ist eine regelmäßige Übungspraxis.

Ashtanga Vinyasa Yoga

Ashtanga Vinyasa Yoga wurde von Pattabhi Jois in den 70er Jahren von Indien in den Westen gebracht und verbreitet. Ashtanga bedeutet frei übersetzt "achtgliedriger" Yoga-Pfad. Nach der Methode von Pattabhi Jois beginnt man mit den sogenannten "Asanas" (3. Glied), den Körperübungen. Durch regelmäßiges Praktizieren dieser Körperstellungen gelangt der Übende zu einem tieferen Verständnis für sich selbst, seinen Körper und seine Umwelt, wodurch sich dem Praktizierenden auch die weiteren Glieder des Ashtanga Yama (das Verhalten anderen gegenüber/ 1.Glied) und Niyama (das Verhalten sich selbst gegenüber/2. Glied) erschließen. Durch die Praxis von Pranayama (Atemlenkung/Atemkontrolle /4. Glied), Pratyahara (Zurückziehen der Sinne / 5. Glied), Dharana (Konzentration) Dhyana (Meditation) kann der Praktizierende Samadhi (Erleuchtung) erfahren.

Das Besondere im Ashtanga-Vinyasa Yoga ist, dass der Übende nach einer fix vorgegebenen Übungsabfolge praktiziert, d.h. die Körperstellungen werden immer nach der exakt gleichen Abfolge geübt und es werden keine Übungen ausgelassen. Der Anfänger erhält vom Lehrer eine Übung und übt diese solange, bis ihm der Lehrer die nächste Position zeigt. Die einzelnen Übungen sind aufbauend und perfekt aufeinander abgestimmt. Es gibt insgesamt 6 Serien von Übungsabfolgen, wobei es mehrere Jahre dauern kann, bis man die 1. Serie gemeistert hat.

Asthanga Vinyasa Yoga zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass während der gesamten Übungsdauer sogenannte Bandhas, Drishtis und die Ujjayi-Atmung praktiziert werden:

Bandhas sind Energieverschlüsse, die es dem Praktizierenden ermöglichen Prana (Lebensenergie) in bestimmte Bahnen zu lenken, damit der Körper diese Energie aufnehmen kann. Die Bandhas verleihen dem Körper außerdem Stärke und schützen bei intensiven Übungen vor Verletzungen.

Drishtis sind Blickpunkte, die während der Übungspraxis fixiert werden, um die Sinne von der Außenwelt abzuziehen und Ablenkungen des Praktizierenden zu vermeiden.

Mit der Ujjayi-Atmung, bei der die Stimmritzen verengt werden, erreicht der Praktizierende, dass ein gewisses Geräusch entsteht, das ihm jederzeit als Indikator dafür dient, ob er noch "im grünen Bereich" praktiziert. Jede Bewegung erfolgt synchron mit der Atmung. Durch die Ujjayi-Atmung in Kombination mit den Asanas kommt es auch zu einer Erhitzung des Körpers und zum Ausscheiden von Gift und Schlackenstoffen über die Haut sowie zur Stärkung des Nervensystems.

Wirkungen von Ashtanga Vinyasa Yoga

Obwohl Yoga in erster Linie als "Selbsterfahrungs-Tool" zu sehen ist, hat es folgende positive "Nebenwirkungen" auf den Praktizierenden:

  • Förderung innerer Ruhe, Ausgeglichenheit und Stressabbau
  • Konzentration auf das für den Praktizierenden im Augenblick Wesentliche
  • Aufbrechen einschränkender Verhaltensmuster
  • Kräftigung des gesamten Körpers unter gleichzeitiger Steigerung der Flexibilität
  • Kräftigung des Herz- und Kreislaufsystems
  • Förderung eines gesunden Schlafes
  • Stärkung des Immunsystems
  • Ausgleich für einen fordernden Beruf
  • Unterstützung bei Burnout bzw. zur Burnoutprävention